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Emission an Treibhausgasen deutlich reduziert

03.05.2022 • Energiebericht 2021
Die Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern (SBL-MV) ist für die Bewirtschaftung der landeseigenen und angemieteten Liegenschaften verantwortlich, in denen die Dienststellen des Landes untergebracht sind. Informationen zum Verbrauch an Energie in den Jahren 2000 bis 2020 sind in dem Bericht enthalten.
Bei der Umsetzung der Klimaschutzziele kommt der Bewirtschaftung des Bestandes an Gebäuden eine zentrale Bedeutung zu. In diesem Bereich werden rund ein Drittel der Emissionen an Treibhausgasen in Deutschland verursacht.
Die Landesbehörden, Hochschulen, Universitäten und Universitätsmedizinen sind in den Liegenschaften des Landes M-V untergebracht. Die angemessene Bewirtschaftung, Instandhaltung, Sanierung und Erweiterung dieses Gebäudebestandes unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, nutzerspezifischer und klimapolitischer Anforderungen zählen zu den großen Herausforderungen in der Verwaltung dieser Landesliegenschaften.
Durch nachhaltiges und energieeffizientes Bauen und Bewirtschaften unterstützt die SBL-MV die Erreichung der klimapolitischen Ziele des Bundes und des Landes M-V und schafft gleichzeitig die Voraussetzungen zur langfristigen Senkung der Betriebskosten.
Die SBL-MV erhebt seit vielen Jahren die Energieverbräuche der Landesliegenschaften. Die Ergebnisse aus der Auswertung dieser Daten werden regelmäßig in einem Energiebericht zusammengestellt und veröffentlicht.

Die Ergebnisse im Einzelnen

Die Emission von Treibhausgasen konnte bezogen auf das Jahr 2000 um 59 Prozent gesenkt werden. Dadurch wurden allein im Jahr 2020 rund 58.000 Tonnen Treibhausgase weniger emittiert als noch im Jahr 2000. Die wesentliche Reduzierung wurde im Jahr 2012 durch den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien (zertifizierter Ökostrom) erreicht.
Im Bereich der Wärmeversorgung führen die zunehmende Substitution von Erdgas und Heizöl durch aus Kraft-Wärme-Kopplung gewonnene Fernwärme und der Einsatz regenerativer Energieträger sowie die Verringerung des Wärmeverbrauchs zu einem weiteren Rückgang der Emission von Treibhausgasen.
Zusammenfassend zeigt der Energiebericht, dass die Wärme- und Wasserverbräuche im Vergleich zum Jahr 2020 gesenkt werden konnten. Beim Stromverbrauch scheint eine Trendwende erreicht. Die in der Vergangenheit stark angestiegenen Stromverbräuche sind seit 2019 rückläufig. (Auswirkungen durch Corona nicht betrachtet). Der Anteil regenerativer Energie am gesamten Strom- und Wärmeverbrauch beträgt mittlerweile 39,5 Prozent.
Um die ambitionierten klimapolitischen Ziele des Bundes und des Landes M-V zu erreichen, strebt die SBL-MV an, den Anteil regenerativer Wärme am Gesamtwärmeverbrauch deutlich zu erhöhen. Bisher kommen in diesem Bereich Holz- und Pelletfeuerungen sowie Geothermie, Umgebungswärme, Solarthermie und in einem Pilotprojekt eine Strohfeuerung zur Anwendung. Im Bereich der Stromversorgung wird der Anteil der Photovoltaik schrittweise ausgebaut.
Die Erhöhung der Energieeffizienz der Gebäude führt zu einer Verringerung der Bedarfe an Strom und Wärme und trägt damit ebenfalls zum Klimaschutz bei.

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