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Visualisierung - so wird sich das neue digitale Bildungszentrum nach dem Umbau der alten Mensa präsentieren © 2024 fmra frank . milenz . rabenseifner . architekten Part mbB, Greifswald

Alte Mensa wird multifunktionales Lehrgebäude

13.04.2026 | Bauausführung

Alte Mensa wird multifunktionales Lehrgebäude

13.04.2026 | Bauausführung

Universitätsmedizin Greifswald (UMG), Umbau der alten Mensa zu einem digitalen Bildungszentrum

13.04.2026 • EFRE im SBL Greifswald
Das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt (SBL) Greifswald saniert für die Universitätsmedizin Greifswald das Bestandsgebäude "Alte Mensa" und baut es für eine zukünftige Nutzung als Digitales Bildungszentrum um. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert hier etwa 7 Millionen Euro.
Die ehemalige Mensa wurde im Jahr 1975 errichtet und diente den Mitarbeitenden der Universitätsmedizin bis zur Fertigstellung der neuen Mensa auf dem Campus als Speisesaal. Das Gebäude stand zuletzt leer, befand sich seit längerem nicht mehr in Nutzung.

Zielstellung / Umfang der Maßnahme

Hier soll ein neues multifunktionales Lehrgebäude mit Prüfungs- und Lehrräumen für alle Studierenden der medizinischen Fakultät entstehen.
Vor Beginn des Umbaus erfolgte eine Gefahr-/Schadstoffsanierung sowie die statische Ertüchtigung der tragenden Konstruktionen. Damit der Grundriss an die neue Nutzung angepasst werden kann, wurde das Bestandsgebäude bis auf die tragende Konstruktion entkernt. Die Außenanlagen werden ebenfalls vollständig erneuert und barrierefrei gestaltet.

Standort und städtebauliches Konzept

Das Gebäude der ehemaligen Mensa befindet sich auf dem Campus der Universität und Universitätsmedizin Greifswald in der Fleischmannstraße 7. Es bleibt weitestgehend in seiner ursprünglichen Kubatur und Gestaltung erhalten. Auf der Ostseite des Gebäudes wird eine neue Haupteingangssituation geschaffen. Das Gebäude ist nicht in der Denkmalliste des Landes Mecklenburg-Vorpommern eingetragen.

Entwurfskonzept / Nutzung / Funktionalität

Für das multifunktionale Lehrgebäude sind drei unterschiedliche Nutzungsszenarien geplant:
  • elektronische Prüfungen - diese finden in zwei Kohorten mit jeweils maximal 130 Studierenden statt,
  • Vorlesungen und Seminare in drei voneinander abgetrennten Lehrräumen sowie
  • Großveranstaltungen mit bis zu 300 Personen.
Diese multifunktionale Nutzung wird durch den Einbau von zwei mobilen Trennwänden sowie durch moderne Medien- und Raumtechnik ermöglicht.
Mit den neu geplanten Grundrissen wird die Zentralisierung der Flächen für Sanitär und Technik jeweils in einem Verbinder ermöglicht. Der hervorspringende neue Haupteingang, die beiden großzügigen Wartebereiche, der Durchgang zum separaten Ausgang sowie das Möbel- und Techniklager sind im Hauptbaukörper der alten Mensa untergebracht. Auf dem Dach befindet sich die neue Lüftungs- und Kühltechnik für das Gebäude sowie eine neue Photovoltaik-Anlage.

Baukonstruktion und bautechnische Besonderheiten

Das Bestandsgebäude ist eingeschossig und nicht unterkellert. Es handelt sich um einen Klinkerbau mit  Flachdach, welcher mit zwei eingeschossigen Verbindungsbauten an zwei durch die Universitätsmedizin genutzten Gebäude angrenzt. Das Hauptgebäude wurde in Stahlbeton-Skelettbauweise, die eingeschossigen Verbinder als Mauerwerksbauten errichtet.
Da die Außenhülle des Bestandsgebäudes so weit wie möglich erhalten bleiben soll, musste zunächst die statische Ertüchtigung von tragenden Wänden und Decken erfolgen. Die bestehende Bausubstanz wurde saniert, die Pfosten-Riegel-Fassade auf der Nordseite wird erneuert, genauso wie sämtliche Boden-, Wand- und Deckenoberflächen. Die komplette Haustechnik und die sanitären Anlagen werden ebenfalls erneuert.  Alle bautechnischen Maßnahmen werden unter Berücksichtigung und Einhaltung neuer, aktuell gültiger Vorschriften und Gesetze (z. B. Wärmeschutz, Brandschutz, Belichtung, Schallschutz) umgesetzt.

Fassade - Äußere Gestaltung

Der Hauptbaukörper wird mit einer vorgehängten, gedämmten Fassade aus hellen Faserzementplatten verkleidet, deren Platten das Gebäude als horizontale Bänder komplett  umfassen. Die bestehende große Pfosten-Riegel-Fassade wird durch eine neue, den heutigen Anforderungen an den Wärme- und Schallschutz genügenden Pfosten-Riegel-Fassade ersetzt. Die vertikalen Deckschalen der Pfosten werden dabei farblich betont, die dahinter liegende Fassadenkonstruktion nimmt sich dagegen in einem dunkleren Farbton optisch zurück. Die beiden Verbinder bekommen ebenfalls eine vorgehängte Fassade aus Faserzementplatten. Diese werden gleichermaßen in einem dunklen Farbton ausgeführt und nehmen sich somit auch optisch zurück.
​​​​​​​Die Lüftungs- und Kühltechnik auf dem Dach wird mit einer horizontalen Lamellenkonstruktion in einem hellgrauen Farbton eingehaust.

Erschließung

Die vorhandenen Zuwegungen bleiben in ihrer Lage weitestgehend wie im Bestand unverändert, erhalten jedoch eine neue Pflasterung und werden barrierefrei ausgeführt. Im Bereich des Haupteinganges werden neue Fahrradstellplätze angeordnet. Das hintere Verbindungsgebäude wird mit einem zusätzlichen Ein- und Ausgang versehen. Die Pfosten-Riegel-Fassade wird mit Tür- und Fensteröffnungen ausgeführt, die bei Bedarf als mögliche Fluchtwege zur Verfügung stehen.

Energetische Ziele und Nachhaltiges Bauen

Die Planung und Umsetzung des Umbaus und der Sanierung sind auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Effizienz ausgerichtet. Der Jahres-Primärenergiebedarf wird maximal 55 Prozent des Jahres-Primärenergiebedarfs eines Referenzgebäudes gemäß GEG (EG 55) betragen. Der Einsatz erneuerbarer Energien wird durch eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ermöglicht.

Förderung

Dieses Projekt ist für eine Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union im Rahmen des EFRE Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen.

Die wichtigsten Eckdaten bisher - Universitätsmedizin Greifswald, Umbau der alten Mensa zu einem digitalen Bildungszentrum

01.2023 Planungsauftrag für Erstellung der EW-Bau
06.2023 Erweiterung des Auftrags zur Erstellung einer EW-Bau
07.2023 europaweite Auslobung der Planungsleistungen - Start VgV-Verfahren
11.2023 Abschluss VgV-Verfahren - Beauftragung Planer
11.2023 Planungsstart Aufstellung EW-Bau
03.2024 Vorlage EW-Bau, Teil 1 (Abbruch und Schadstoffsanierung)
03.2024 Anerkennung EW-Bau, Teil 1
06.2024 Vorlage EW-Bau in AFU-Reife, Teil 2 (Umbau und Sanierung)
08.2024 Anerkennung EW-Bau, Teil 2
07.2024 Beginn Schadstoffsanierung
11.2024 Baubeginn
10.2026
Stand: April 2026

Planungsdaten - Universitätsmedizin Greifswald, Umbau der alten Mensa zu einem digitalen Bildungszentrum

Bauherr Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt (SBL) Greifswald
anerkannte Gesamtkosten 7,1 Millionen Euro
 davon Baukosten  5,6 Millionen Euro
 davon Honorarkosten  1,5 Millionen Euro
Förderzeitraum 2021 bis 2027
Nutzungsfläche NUF 1-7 545 m²
Netto-Raumfläche 773 m²
Brutto-Grundfläche 921 m²
Brutto-Rauminhalt 5.316 m³
Projektleitung SBL Greifswald
Objektplanung Gebäude fmr architekten Part mbB, Greifswald
Tragwerksplanung GSE Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin
Planung TGA ibm haustechnik manjah GmbH, Neubrandenburg
Planung Tiefbau IBK MV GmbH, Stralsund
beauftragte Planungsfirmen aus Mecklenburg-Vorpommern 75 Prozent
beauftragte Baufirmen aus Mecklenburg-Vorpommern
Stand: April 2026

Standort Digitales Bildungszentrum der Universitätsmedizin Greifswald

17489 Greifswald, Fleischmannstraße 7
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Investition in Wachstum und Beschäftigung
Förderprojekt:
Förderung der Forschungs- und Innovationskompetenzen an Hochschulen
Dieses Projekt ist für eine Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union im Rahmen des EFRE Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen.
Dieses Projekt ist kofinanziert aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern und wird mit Beteiligung des Finanzministeriums Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt

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